Projekttage Herbst 2025

1. Projekttag „Medienkompetenz“

Am Montag, 29. September, starteten die Projekttage mit einem Tagesworkshop zum Thema Medienkompetenz. Am Vormittag setzten sich die Jugendlichen mit dem Thema auseinander, für welche Ausdrucksweisen sie in Chats strafrechtlich belangt werden können. Anhand verschiedener Fallbeispiele zum Thema
Cybermobbing erarbeiteten sie mögliche Beweggründe sowie unterschiedliche Rollen, die dabei eingenommen werden können. Auch lernten sie, welche Handlungsmöglichkeiten betroffene Personen haben. Der Nachmittag drehte sich rund um das Thema Hatespeech (übersetzt Hassreden), also Ausdrucksweisen,
die Menschen oder Gruppen im Internet abwerten, beleidigen, bedrohen oder zu Hass oder Gewalt aufrufen. In Gruppenarbeiten eigneten sich die Jugendlichen Wissen dazu an und entwickelten Strategien dagegen. Daraus entstanden vielseitige und kreative Plakate.

 

2. Projekttag „MyClimate“

Was Klima mit unserem Essen zu tun hat? Um diese Frage drehte sich der myClimate-Workshop am Dienstag. Die Jugendlichen erhielten dabei nicht nur theoretische Inputs, sondern führten auch verschiedene Experimente durch. Zudem konnten sie geschmacklich entdecken, wie pflanzliche Lebensmittel eine ebenso leckere Alternative darstellen können und dabei oft deutlich umweltverträglicher sind als tierische Produkte. Dazu gab es ein „Blindtasting“ mit unterschiedlichen Joghurtsorten: von Kuhmilchjoghurt über Sojajoghurt bis hin zu Joghurt auf Kokosbasis, bei dem sich die eine oder andere über ein zweites kleines z’Morga besonders freute. Bei einem Postenlauf erhielten die Jugendlichen anschliessend Einblick in Fakten zum steigenden Fleischkonsum und Futtermittelanbau und vertieften ihr Wissen darüber, wie Food Waste vermieden werden kann. Doch damit nicht genug: Am Nachmittag durften sie selbst in der Küche Hand anlegen. Ihre Aufgabe war es, ein Rezept zu entwickeln, das mehrere Kriterien erfüllt: Es sollte originell, nachhaltig und lecker sein. Mit
grossem Elan machten sich die Jugendlichen an die bereitgestellten Zutaten. Mithilfe eines Saisonkalenders überlegten sie, wie sie die verschiedenen Anforderungen unter einen Hut bringen können. Es wurde diskutiert, gemixt, probiert, geschnippelt, geschichtet, abgeschmeckt und geputzt. In kurzer Zeit zauberten die Mädchen ein vielfältiges Menü, das anschliessend anhand der Kriterien bewertet und am Abend als ausgedehntes, leckeres z’Nacht genossen wurde.

 

3. Projekttag
a. „Persönlichkeitsstärkung“

Geruhsam starteten wir in den dritten Projekttag. Der Tag begann mit einem Achtsamkeits- und Persönlichkeitsstärkungs-Workshop: Atemübungen zum Ankommen, eine Meditation – und dann wurden die Yogamatten ausgerollt. Nach einigen abwechslungsreichen Yogaübungen stellten die Jugendlichen schmunzelnd fest: „Wir dachten, Yoga wäre entspannend.“ Unsere Referentin nahm ihnen diese Illusion mit Humor. Die Übungen sollen stärken, erklärte sie, und zeigte auf, welche Chancen Methoden wie Yoga oder Meditation bieten. Ziel sei es, sich selbst besser wahrzunehmen, Kontrolle zu gewinnen und zu spüren, welchen Einfluss dies auf das eigene Leben und Erleben haben kann. Immer wieder machte sich Erstaunen darüber breit, was mit dem eigenen Körper alles möglich ist. Die beruhigende Stimme der Referentin führte klar und einfühlsam durch die Yoga-Session, während das Lachen der Mädchen die Runde immer wieder aufheiterte

 

b. „Selbstverteidigung“

Am letzten Nachmittag der Projektwoche ging es richtig zur Sache: Selbstverteidigung stand auf dem Programm, und das fand grossen Anklang. Im Nu erarbeiteten die Jugendlichen verschiedene praktische Schlagtechniken zur Gegenwehr und lernten Methoden kennen, mit denen ein Angreifer auf Abstand gehalten werden kann. Auch zahlreiche rechtliche Fragen konnten geklärt werden. Zum Beispiel: Darf man mit 15 Jahren überhaupt ein Pfefferspray bei sich tragen? Gut zu wissen: Erwerb und Besitz sind erst ab 18 Jahren legal. Die Workshopleitenden machten zudem deutlich, dass wirksame Selbstverteidigung nicht nur körperlich erfolgt. Eine starke, klare Stimme kann ebenso viel ausrichten, um einen Angreifer auf Distanz zu halten. Laut und bestimmt «Stopp!» zu rufen, war hier ausdrücklich erwünscht – und gar nicht so einfach, wie man zunächst denkt.