Projekte
Die Herbstprojektwoche fand in diesem Jahr vom 3. bis 5 Oktober statt. In dieser konnten sich unsere Jugendlichen
kreativ und partizipativ mit den folgenden drei Themen auseinandersetzen:
Selbstbehauptung
«Amateure kämpfen mit Schlägen. Profis vermeiden den Kampf.»
Dieses Zitat zeigt am besten auf, was die Jugendlichen während des Trainings in Selbstbehauptung gelernt
haben. Das Wichtigste sind die Körpersprache und die Worte, die man zur Erkennung und Abwehr von Grenzüberschreitungen benutzt. Dabei ist, beteuert Alma Mehmeti, die Kursleiterin, «das Allerwichtigste: Eure Haltung!» Erst falls es nötig wird, versucht man sich mit Selbstverteidigungstechniken physisch aktiv gegen Angreifende zu wehren. Dabei sind folgende Regeln wichtig:
«Hände sind immer oben!»
«Meine Kraft geht dorthin, wo meine Füsse und Hände hinzeigen!»
«Breit stehen gibt Sicherheit!»
«Ich halte immer Augenkontakt mit dem/der Angreifenden!»



Geschlechtergleichstellung
«In Klischees zu denken ist normal, so ist das Hirn trainiert. Wie wir dann handeln, entscheiden wir,
ob respektvoll oder nach Klischee.»
Wie aus dem Zitat des Workshops Geschlechtergleichstellung herausgefiltert werden kann, ist das Umdenken ein langer Prozess. Dennoch kann mit der aktiven Auseinandersetzung und kritischen Reflexion der eigenen Klischees das Handeln und Verhalten beeinflusst und geändert werden. Dies fängt damit an, wie wir zukünftig unsere Kinder erziehen: «wenn wir alle üsi Chind so ufziehnd, dass es au normal isch, wenn mol ä Mann mit enge Hose oder ä Frau churzi Haar het, denn wird das irgendwenn normal.»




Sucht
«Auch ohne Alkohol kann man Spass haben!»
Mit der Blue Cocktailbar wurde den Jugendlichen das Mixen von Mocktails (ohne Alkohol) nähergebracht. Diese werden mithilfe von verschiedenen Säften, Sirups etc. zubereitet. Die Einführung in diesem Kurs bestand darin, sich mit dem Thema Sucht und den Auswirkungen auf den Körper auseinanderzusetzen. Dabei kam heraus, dass «das Problem nicht jenes ist, dass der Körper im jungen Alter e s nicht erträgt, sondern dass der Körper uns dies im Alter nachträgt.»
